• 2017
  • 2017
    (6 Einträge)
  • 2016
  • 2016
    (8 Einträge)
  • 2015
  • 2015
    (10 Einträge)
  • 2014
  • 2014
    (8 Einträge)
  • 2013
  • 2013
    (10 Einträge)
  • 2012
  • 2012
    (8 Einträge)
  • 2011
  • 2011
    (6 Einträge)
  • 2010
  • 2010
    (9 Einträge)
  • 2009
  • 2009
    (11 Einträge)
  • 2008
  • 2008
    (6 Einträge)
  • 2007
  • 2007
    (2 Einträge)
  • 2006
  • 2006
    (1 Einträge)
  • 2005
  • 2005
    (1 Einträge)




25.03.2006 17:35

Erstprofessfeier von Sr. Barbara Geißinger

Erstprofessfeier von Sr. Barbara Geißinger am 25. März 2006 in der Herz Jesu Kloster in München.
 
Ein Bericht von ihr an alle Schwestern und Interessierten…



Liebe Schwestern,
 
wie Sie durch die Informationen und die Einladung von Sr. Marie Petra (vom 23. Januar) alle wissen, durfte ich am Hochfest Verkündigung des Herrn, 25.03.2006, meine ersten Gelübde ablegen.
Da viele von Ihnen nicht persönlich mitfeiern konnten, möchten wir Sie auf diese Weise am Festtag teilhaben lassen.
 
Für mich war es sehr stimmig und wertvoll die Erstprofeß in der Kirche des Herz-Jesu-Klosters ablegen zu dürfen, habe ich doch in dieser Kirche und in der Gemeinschaft die bedeutende Zeit des Postulates und Noviziates verbringen dürfen.
Beim Gottesdienst brachten sich Viele persönlich ein, so wurde es mir wieder neu bewusst, wie wichtig mir meine Familie, meine Freunde und viele Mitschwestern auf meinem Berufungsweg sind.
 
Meine Eltern und fünf Geschwister, Verwandte und Freunde feierten zusammen mit vielen Mitschwestern einen sehr beeindruckenden und würdigen Festgottesdienst.
Sr. Monika Heuser feierte als Vertreterin von Sr. Lucella Maria und ihres Rates und
Sr. Marie Petra als Provinzoberin mit Sr. Rosa und Sr. Martha als Vertretung der Provinz mit.
 
Als Hauptzelebrant stand Herr Spiritual Weber dem Gottesdienst vor, die Predigt hielt Herr Pfarrer Brandner, konzelebriert haben Herr Pfarrer Kroth (aus Würzburg, St. Johannes in Stift Haug; in dieser Pfarrei habe ich vier Jahre vor meinem Klostereintritt mitgearbeitet) und Herr Pfarrer Paul (ein indischer Priester, der im Herz-Jesu-Kloster werktags die Heilige Messe feiert). Mein Vater, der ständiger Diakon ist, feierte als Vater und als Diakon den Gottesdienst mit.
 
Herr Pfarrer Brandner hat uns das Wort Gottes (die Lesung: Berufung des Mose am Dornbusch, Ex 3,1-15 und das Evangelium: die Verkündigung des Herrn, Lk 1,26 - 38)
auf sehr lebendige Weise ausgelegt und uns dadurch ermutigt und gestärkt.
 
Ich möchte einige seiner Gedanken anführen, die mich besonders berührt haben.
 

Gott hat eine schwache Seite für den Menschen - und uns sucht er auf, dass wir das bekannt machen. Er hat mit uns und für uns und durch uns eine schwache Seite für den Menschen – Herz Jesu, Herzlichkeit aufgrund von Jesus. …
… und Sie stehen heute dazu, liebe Schwester Barbara, dass genau Sie sagen, was der Mose uns in Exodus zugesprochen hat: Da bin ich! Da bin ich! Das, was wir mit unserer Firmung einholen können, heute, wenn Sie es leise mitsprechen, weil Sie ja Schwester Barbara heute nicht alleine lassen, wenn sie dieses „Da bin ich!“ jetzt spricht … Da bin ich, und dann schick mich! – wie sie am Ende des Gottesdienstes geschickt werden.
Freilich, Geschicklichkeit ist dieses: Ich werde da sein, wo du bist. Und ich werde immer dort sein, wo du bist, Mensch! Und ich werde da sein, wie ich bei dir, Mensch, da sein werde, unverfügbar, aber immer.
Du kannst mit mir rechnen, durch dick und dünn! …
… In der heiligen Schrift findet sich ein Text, den ich Ihnen persönlich mitgeben möchte, wenn Sie Sr. Marie Petra dann schicken wird und allen ist dieser Text auf das Herz gelegt: So ist es, genau so ist es! So spricht der Herr, der Heere, in jenen Tagen werden 10 Männer aus Völkern aller Sprachen einen Mann – eine Frau – aus Juda, aus Deutschland, aus Nigeria, aus dem Kongo und wo überall Menschen sind – und solche, die sich in die Herzlichkeit Gottes hineingegeben haben und sich von ihm schicken lassen – ein Mann aus Juda an seinem Gewand halten, ihn festhalten und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, Gott ist mit euch! …
… Darf ich mit dir gehen? Denn an dir ist etwas, was nicht bloß vorhanden ist, sondern da leuchtet etwas auf. Es ist der, der für uns eine schwache Seite hat. Das genau, das beobachte ich an ihnen. Sie haben einen liebenswürdigen freundlichen Augen-Blick!

 
Nach der Predigt folgte der Professritus, ich durfte meine ersten Versprechen in die Hände von Sr. Marie Petra und in SEINE Hände legen.
Als Zeichen der Zugehörigkeit zur Kongregation erhielt ich unser Professkreuz.
 
Die Fürbitten verbanden wir mit einer Gabenprozession und brachten so Dank und Bitte vor den Herrn. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass zwei Novizinnen der Würzburger Erlöserschwestern mit ihrer Noviziatsleiterin als Gäste mit uns feierten und den Gottesdienst mitgestalteten. Wir haben uns auf dem Europäischen Jugendtreffen 2003 in Oberbronn kennen gelernt, pflegen seither einen guten Kontakt und haben uns immer wieder ausgetauscht, auch über das Charisma unserer gemeinsamen Stifterin. Deshalb fand ich es schon bei der Vorbereitung ein schönes Zeichen, mit den Erlöserschwestern zusammen ein Element des Gottesdienstes zu gestalten.
Sara (unsere Postulantin) und Sr. Martha Maria (eine Novizin der Erlöserschwestern) brachten zusammen ein Bild unserer Stifterin als Zeichen des Dankes für das wachsende und wohlwollende Miteinander aller Schwestern in den Kongregationen, die auf die Gründung Mutter Alfons Marias zurückgehen. Der Dank war verbunden mit der Bitte an den Herrn, uns die Treue zum Geist unserer Stifterin zu erhalten und alle Schwestern zu ermutigen, immer wieder neu auf IHN zu schauen und von IHM zu lernen.
 
Vor dem Segen erhielt ich meine erste Sendung von Sr. Marie Petra. Ich wurde in die Gemeinschaft in der Querstraße in Nürnberg gesandt. Von dort aus darf ich ins ordenseigene St. Theresienkrankenhaus gehen und als Kinderkrankenschwester bei Neugeborenen, deren Müttern und bei Kranken arbeiten.
 
Der Gottesdienst wurde von einer Gruppe musikalisch gestaltet, die sich nur zu diesem Anlass zusammengefunden hat. Sie bestand aus Freunden aus meiner früheren Würzburger Pfarrei, aus Teilnehmern der Noviziatsschule, Sr. Sybille Maria (Novizin der Erlöserschwestern), einem meiner Brüder, Sara (unserer Postulantin) und Sr. Clara.
Die Gemeinschaft aus dem Herz-Jesu-Kloster wurde beim Singen vom Chor aus Neumarkt (St. Marien und St. Josef unterstützt).
 
Nach dem Festgottesdienst lud Sr. Erika M. Herzog (Oberin im Herz-Jesu-Kloster) alle Gäste zur Begegnung und zum Imbiss ins Kloster ein. Es war ein sehr schöner Nachmittag mit vielen Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches und mit liebevoll gestalteten Einlagen.
 
Der Festtag endete mit einer Vesper, an der noch einige Gäste teilnehmen konnten.
Am Ende meines Noviziates und nach der Erstprofeß möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken, bei allen, die mich während dieser Zeit begleitet haben.
Mein Dank gilt meinen Mitschwestern im Herz-Jesu-Kloster und vielen Mitschwestern, die ich schon länger kenne, denen ich während meiner Praktika begegnet bin und die ich auf anderen Wegen kennen lernen durfte und besonders Sr. Monika Klinger, meiner Noviziatsleiterin. Sie alle haben mir durch Ihr Wort und Vorbild, durch Ihr Gebet und Ihr Dasein (und wie es Pfarrer Brandner nannte, durch Ihren liebenswürdigen und freundlichen Augen-Blick) geholfen, in das Leben als Schwester vom Göttlichen Erlöser hineinzuwachsen. Sie haben mir durch Ihr Leben ein glaubwürdiges Beispiel gegeben von erfülltem Ordensleben in der Nachfolge Jesu.
 
Ich weiß, dass mich und alle jungen Frauen, die sich in unserer Kongregation auf ein Leben als Niederbronner Schwester vorbereiten, viele Schwestern im Gebet begleiten. Für Ihr Gebet und für die vielen Glück- und Segenswünsche und Aufmerksamkeiten zu meiner Erstprofeß sage ich Ihnen ein herzliches Vergelt´s Gott.
Dazu zitiere ich noch einmal Pfarrer Brandner: „…weil Sie alle Sr. Barbara nicht alleine lassen, wenn Sie dieses: „Ich bin da!“ spricht“
Ich bitte Sie auch für mein weiteres Hineinwachsen in die Gemeinschaft und in die Beziehung zu Christus um Ihr begleitendes und fürbittendes Gebet, damit ich in Treue leben und erfüllen kann, was ich bei der Erstprofeß versprochen habe.
 
Verbunden durch IHN, der immer da ist grüße ich Sie aus meiner neuen Gemeinschaft (in der der „Ich bin da“ unübersehbar ist, weil der Tabernakel als Dornbusch gestaltet ist).
Sr. Barbara Geißinger

 




Zur Druckversion
Seite empfehlen
HomeAktuellesArchivImpressumKontaktSitemap